Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt

Glaubensfreude und dörfliche Gemeinschaft strahlt dieses ungewöhnlich reich ausgestaltete Gotteshaus Mariä-Himmelfahrt zu Untereisenheim aus. Zwei dominante Stilepochen - Neubarock und Rokoko - verleihen diesem fränkischen Kleinod künstlerischen und handwerklichen Schaffens eine besondere Note.

Pfarrkirche Untereisenheim Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt
Untereisenheim

Der stattliche Turm aus dem frühen 15. Jahrhundert ist der älteste Teil der Kirche. Chor und Langhaus entstanden als Neubau in den Jahren 1752/56. Die dreiteilig gegliederte Fassade hat oben eine geschweifte Fassade mit flammenden Urnen. Wertvolles wurde aus der Ausstattung der frühen Kirche übernommen: im Chorbogen der lebensgroße Kruzifixus um 1550, - das Taufbecken im vorderen Langhaus und das Epitaph von 1565 an der Nordwand. An der Südwand befindet sich eine Modonna mit Kind aus der Riemenschneider Schule.

Madonna mit Kind Madonna mit Kind

Der Hochaltar, die beiden Seitenaltäre, sowie die Beichtstühle mit prächtigen Schnitzereien schuf der bekannte Georg Winter-Stein um 1777. Der aus Thüngersheim, - aus der Künstlerfamilie stammende Andreas Urlaub - malte die Altarbilder.

Die prächtige Kanzel ist ein Juwel der Ausstattungskunst und Schmuckfreudigkeit des fränkischen Rokoko 1767. Dem gegenüber befindet sich eine Kostbarkeit,- das einzig noch völlständig erhaltene Heilige Grab von Johann Peter Wagner -, von ihm stammen ebenfalls,- die in den Laibungsflächen des Chorbogens stehende Himmelskönigin u. der Hl. Josef um 1769. Von Johann Peter Wagner stammen auch das Vortragekreuz und Maria Immaculata.

Beachtung verdienen auch die reichgeschnitzte Windfangtüre, das Herrengestühl und die Reliefs der Kreuzwegstationen. Die Doppelempore mit dem prächtigen Orgelprospekt,- die Neu-Barocken Deckengemälde weiten den Blick ins Unendliche.

Weitere Informationen zur Pfarrei auf den Seiten des Bistums Würzburg.

Diakon Manfred Geßner